„Und so ist dieses Hinschauen auf den freien Menschen, auf den Menschen, der weiß, sich seine Richtung im Leben selber zu geben, dasjenige, was wir in der Waldorfschule vor allen Dingen erstreben.“
Rudolf Steiner

Die Praktika an der Waldorfschule

In der Oberstufe finden verschiedene Praktika statt; angefangen vom Landbaupraktikum über das Feldmesspraktikum, das Sozialpraktikum, das Berufspraktikum bis zu der Jahresarbeit in der 12. Klasse ziehen sich diese durch alle Klassenstufen hindurch. Bei jedem dieser Praktika kann man als Eltern und Lehrer spüren, wie im Verlauf der entsprechenden Berichtsabende die Jugendlichen rückblickend davon sprechen können, welche wichtigen Erfahrungen sie gemacht haben. Diese betreffen im Grunde das Erleben von Selbstwirksamkeit und eigenen Impulsen, altersgemäß gestuft in den unterschiedlichen Bereichen. Dahinter steht die für jeden jungen Menschen drängende, aber unbeantwortete Frage: Wer bin ich eigentlich und was will ich in dieser Welt tun, welche Fähigkeiten kann ich wo einbringen? Also eine großes Rätsel, welches spätestens am Ende der Schulzeit mit dem Zeitpunkt der Frage nach der Berufswahl, zumindest im Ansatz, geklärt sein sollte.

Im weitesten Sinn dienen diese Praktika also der Lebens- und Berufsorientierung.
Zwar geschieht in dieser Hinsicht konkret schon einiges an der Schule  genannt seien hier der Berufs-Orientierungstag und die regelmäßigen Besuche der Mitarbeiter des Arbeitsamtes in den Klassen 11 oder 12 sowie die Studientage in der 13. Klasse wie auch ein Berufspraktikum nach individueller Vereinbarung. Doch sind wir der Überzeugung, dass hier noch weitere Angebote sinnvoll sind  Erfahrungen, die die Jugendlichen noch mehr packen, konfrontieren, einbeziehen und bekannt machen mit dem, was sie selbst einzubringen vermögen und was die äußere Welt von ihnen verlangt und erwartet. In diesem Spannungsfeld kann sich eine weit prägendere Erfahrung herausbilden als in Gesprächen und Vorträgen.

Daher findet ab dem Schuljahr 2012/2013 in der 10. Klasse ein weiteres Praktikum statt, das Berufspraktikum. Zwei Wochen lang werden die Schüler der 10. Klassen an selbst gewählten und gesuchten Praktikumsstellen konkrete Erfahrungen der gewerblichen Arbeitswelt erleben können. Der mögliche „Wunschberuf“ kann erprobt werden, die eigene Persönlichkeit wird befragt hinsichtlich der Klärung zu Wunsch und Wirklichkeit der Arbeitswelt. Wir versprechen uns davon einen konkreteren Blick der Schülerinnen und Schüler auf den Beginn ihrer eigenen Berufsbiographie.

Nach Ablauf des Praktikums wird gemeinsam resümiert: Welche Forderungen werden „draußen“ gestellt? Was ist zu tun, um diesen angemessen begegnen zu können? Wie muss ich mich verändern und mich innerlich ergreifen, um diesen Erfordernissen gerecht zu werden?
Es sind interessante Prozesse, die da angestoßen werden!

Das Landbaupraktikum

Für dieses Praktikum in der 9. Klasse haben wir an der Waldorfschule Freiburg St. Georgen folgende Form gewählt: 

Die Schülerinnen und Schüler gehen allein oder zu zweit für drei Wochen auf einen landwirtschaftlichen Betrieb, auf dem nach den Richtlinien des Demeterverbandes oder anerkannt biologisch gewirtschaftet wird. Außerdem wird sehr darauf geachtet, dass auf den Betrieben Vieh, möglichst Milchvieh, gehalten wird. Es zeigt sich, dass dies seelisch und im Hinblick auf den Arbeitsrhythmus eine besondere Stabilität mit sich bringt. 

Die Schülerinnen und Schüler haben jetzt die große Aufgabe, sich in die Hofgemeinschaft hineinzufinden. Die örtlichen Gegebenheiten hinsichtlich Arbeitszeiten, Viehhaltung, Vermarktung und sozialer Gestaltung der Hofgemeinschaft müssen angenommen und in das eigene Handeln integriert werden. Die Jugendlichen erfahren selbstverständlich die ökonomischen Zwänge, denen ein Landwirt heute 

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Das Feldmesspraktikum

Durch Feldmessen Objektivität erfahren

Die Klasse fährt gemeinsam an einen Ort außerhalb Freiburgs. Nun wird in kleinen Gruppen ein Stück Oberfläche exakt vermessen und kartographiert, ein Teil unserer Erde genau erfasst und systematisch ergriffen. Durch die eigenverantwortliche präzise Arbeit in den Gruppen werden sowohl mathematisch-abstraktes Denken am konkreten Gegenstand als auch gemeinschaftliches, abgestimmtes Arbeiten geübt. Die einzelnen Messgruppen tragen ihre Ergebnisse zusammen  so entsteht die große 

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Sozialpraktikum

Sich am "Du" erleben

In der 11. Klasse haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in der Begegnung mit anderen, hilfsbedürftigen Menschen, sich selbst in einer neuen Dimension zu erfahren. Ihre bisherige Entwicklung wurde geprägt und begleitet von Eltern, Lehrern und der Gemeinschaft. Hier waren sie umsorgt, sicher und hatten einen festen Bezugsrahmen. Im beginnenden dritten Jahrsiebt erfährt der Jugendliche die Individualisierung, die Trennung zwischen sich und dem Anderen in immer stärkerem Maße. Damit beginnt auch der Prozess der Selbstfindung. Die Herausforderung, in der sozialen Arbeit die Bedürfnisses anderer wahrzunehmen und entsprechend zu handeln, bedeutet auch, eigene Wünsche, Vorlieben und Abneigungen hinten anzustellen und zu überwinden. Was bisher selbstverständlich war, ist nun 

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Veranstaltungen

Vortrag: Gegenwart seelischer Not
20.09.2017 | 20:15 Uhr
Vielfalt Anthroposophie in der Region Freiburg
22.09.2017 | 20:00 Uhr
Festtag: Vielfalt Anthroposophie in der Region Freiburg
23.09.2017 | 11:00 - 22:00 Uhr
Galerie im Flur
15.10.2017 | 11:00 Uhr
Aufführung Zirkus Rosado
20.10.2017 | 15:00 Uhr
Aufführung Zirkus Rosado
20.10.2017 | 20:00 Uhr
Einweihung Schulmobil
21.10.2017 | 13:30 Uhr
Aufführung Zirkus Rosado
21.10.2017 | 15:00 Uhr
Aufführung Zirkus Rosado
21.10.2017 | 20:00 Uhr
Aufführung Zirkus Rosado
22.10.2017 | 15:00 Uhr

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