„Aus der Art, wie ein Kind spielt, kann man erahnen, wie es seine Lebensaufgabe ergreifen wird.“
Rudolf Steiner

Handwerksunterricht

Handfertigkeiten - Künstlerisches Gestalten - Willensschulung

handwerken03Nachdem die Kinder in den ersten vier Schuljahren bereits Handfertigkeiten in der Handarbeit erworben haben, lernen sie in der Klasse 5 den Werkunterricht als neues Fach kennen. Dieser findet in den Klassenstufen 5 bis 8 wöchentlich mit einer Doppelstunde statt. In den Klassenstufen 9 bis 12 wird Werken in mehrwöchigen Epochen und unterschiedlichen Gewerken unterrichtet.


Indem die Kinder mit den Händen arbeiten, schulen sie ihre Feinmotorik. Gleichzeitig entwickeln sie Konzentrationsfähigkeit und intellektuelle Wachheit. Die Fingerfertigkeiten, die das Kind sich im Umgang mit der Handarbeit und dem Werken erwirbt, wirkt sich in seiner gesamten Entwicklung aus: Mit jeder feinen Bewegung formt sich das Gehirn differenzierter; je geschickter die Kinder ihre Finger bewegen, desto lebendiger werden ihre Gedanken.

Alles, was die Schüler im Unterricht anfertigen, ist sinnvoll: Es soll brauchbar und zugleich künstlerisch gestaltet sein.
Bei der Arbeit im Werken machen die Schüler die Erfahrung, dass sie sich den Bedingungen des Materials (Holz, Ton, Stein, Metall usw.) anpassen müssen. Ihre Freiheit wird nicht durch die Korrektur der Erwachsenen eingeschränkt, sondern durch den jeweiligen Werkstoff, mit dem sie gerade umgehen.

In der 5. Klasse beginnt die Arbeit mit dem Holz im Werkunterricht. Die Kinder lernen das Sägen und Spalten von verschiedenen Hölzern kennen und üben sich im sicheren Gebrauch der Handschnitzmesser. Es werden eigene Handhohlmesser hergestellt. Im Weiteren entstehen kleinere Schnitzarbeiten wie Mehlschaufeln, Rasseln, Rindenschiffchen, Rindenfiguren, Kreisel, Hühnchen und ähnliches.
Die Kinder arbeiten sitzend in einem Kreis von aufgestellten Holzbänken.

Ebenfalls gehört zum Werkunterricht ab der 5. Klasse das Handplastizieren mit Ton.
Mit den Fingern formen die Kinder Kugeln und einfache charakteristische Tierformen aber auch verschiedene Metamorphose-Formen.

Im 6. Schuljahr beginnt die Arbeit an den Werkbänken. Es entstehen praktische Gebrauchsgegenstände des Alltags wie Salatbestecke, Kochlöffel, Pfannenwender, Löffel und Anderes. Bei diesen Arbeiten lernen die Kinder den Umgang mit Ziehhobel, Feile, Raspel, Beil und Schnitzeisen und Holzklüpfel.

In der 7. Klasse entstehen geschnitzte Tierformen, unterschiedliche mechanisch-bewegliche Geräte und Spielzeuge.

In der 8. Klasse arbeiten die Kinder an Holzschalen, Holzdosen sowie einfachen Schreinerarbeiten wie Hocker, Holzkästen, Holzkoffer oder Anderem.

handwerken waldorfschule st. georgen freiburgIn der 9. Klasse beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Plastizieren mit Tiergruppen, Metamorphose-Reihen sowie Innenraum-Außenraum-Motiven. Weitere Epochen sind die Gewerke Korbflechten und Kupfertreiben.

In der 10. Klasse findet eine intensive Schreinerepoche von etwa 10 Wochen statt. Die Schüler stellen ein selbst entworfenes Möbelstück her. Dabei werden viele der traditionellen Holzverbindungen angewandt und alle Arbeitsschritte wie Sägen, Hobeln, Verbinden, Schleifen geübt und vollzogen. Bei dieser Arbeit stehen das exakte Messen und eine präzise Maßhaltigkeit im Vordergrund, damit die Einzelteile des jeweiligen Möbelstückes am Ende passgenau zusammengefügt werden können. Das Schreinern hat also eher den Charakter des technisch-handwerklichen Werkens.

In der 11. Klasse finden jeweils zwei weitere Epochen statt: Im Portraitplastizieren beschäftigen die Schüler sich intensiv mit der menschlichen Physiognomie und ihren Gesetzmäßigkeiten und formen einen menschlichen Kopf aus Ton.
Hier gilt es für die Schüler zu üben, in die Wesenheit der Dinge hinein zu gehen - nicht nur heranzugehen.
Im Holzbildhauen arbeiten sie entweder unter einer vorgegebenen Themenstellung (z.B. Flechtbandornamente, Masken) oder an eigenen Holzskulpturen.

In der 12. Klasse steht das freie Gestalten am harten Stein auf dem Lehrplan. Die Schülerinnen und Schüler üben sich in der künstlerischen Bearbeitung eines frei gewählten Motivs mit Meißel und Fäustel. Jeder Schlag muss im Hinblick auf die Folgen bedacht und beherrscht werden. Was einmal weg geschlagen ist, kann nicht ersetzt werden. Hier ist Krafteinsatz und Fingerspitzengefühl zugleich nötig. Die Jugendlichen begegnen hier unmittelbar den Folgen ihres Handelns.

Veranstaltungen

Präsentationen der Jahresarbeiten 12. Klassen
24.11.2017 - 25.11.2017
Galerie im Flur: Klang der Landschaft
15.10.2017 | 11:00 - 00:00 Uhr
Vortrag zum Tag der offenen Klassentür
01.12.2017 | 20:00 Uhr
Tag der offenen Klassentür
02.12.2017 | 09:00 - 13:00 Uhr
Schulkonzert
08.12.2017 | 19:00 Uhr
Schulkonzert
09.12.2017 | 19:00 Uhr
Paradeisspiel und Christgeburtsspiel
21.12.2017 | 19:30 Uhr
Weihnachtsferien
22.12.2017 - 05.01.2018
Dreikönigsspiel
07.01.2018 | 20:00 Uhr

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