„Aus der Art, wie ein Kind spielt, kann man erahnen, wie es seine Lebensaufgabe ergreifen wird.“
Rudolf Steiner

Chemieunterricht

Der Unterricht im Fach Chemie an der Waldorfschule wird häufig als problematisch charakterisiert. Denn in wenigen Fachbereichen sind die Differenzen zwischen dem „Waldorfunterricht“ und dem „normalen Unterricht“, also der Art, wie Chemie an den Nicht-Waldorfschulen unterrichtet wird, so deutlich zu erkennen wie hier. Die Formeln, das zentrale Element einer „anständigen, modernen“ Chemie, werden erst sehr spät in der 10. oder 11. Klasse eingeführt. Modellvorstellungen hinsichtlich des Aufbaus der Materie, die dann ja „alles erklären können“, werden nur sparsam bemüht und oft durch historische Einordnungen relativierend nach betrachtet. Alles bleibt im Ungefähren, Anschaulichen, Bildhaften und damit in einem vorwissenschaftlichen Stadium stehen - so der Vorwurf. Ist das so?

Ganz äußerlich betrachtet können auch Waldorfschüler nach ihrer Schulzeit eine der staatlichen Prüfungen im Fach Chemie ablegen. Diese Hürde können Schüler offensichtlich nehmen.
Es stimmt – in der „Waldorf-Chemie“, die ab der 7. Klasse in eigenen Epochen unterrichtet wird, spielt die exakte Beobachtung mit allen Sinnen (Riechen, Hören, Schmecken, Tasten, …) eine sehr große Rolle. Das kann zunächst altmodisch wirken. Aber es gilt doch der alte Grundsatz: Alles Forschen beginnt mit Neugier und Wahrnehmungen durch die Sinne! Dies ist der erste Gegensatz zu anderen methodischen Ansätzen des Chemieunterrichts, bei dem allein schon aus Sicherheitsgründen die sinnliche Erfahrung klein geschrieben wird.
Im Anschluss an das Erleben geht es darum, die beobachteten Prozesse zu schildern und diese sich, oft durch eine vergleichende Gedankentätigkeit, bewusst zu machen. Zusammenhänge zu bereits Erlebtem, zu Naturprozessen, zu technologischen Verfahren werden gesucht. Und so, aus einem Schauen auf Zusammenhänge werden die wichtigen, wesentlichen Aspekte, jetzt auch formaler Art, formuliert. Durch die Klassen hindurch zunehmend werden die Schüler kompetenter in ihrem Abstraktionsvermögen, in formalisierendem Denken, ohne dabei den Blick auf die Ganzheit zu verlieren. Ab der 10. Klasse, vielmehr noch in der 11. und 12. Klasse, wird es möglich, souveräner konkrete Erfahrung und Abstraktion, dann auch Modellvorstellungen zu denken, ohne die Ebenen zu vermischen und in eine erkenntnistheoretische Unschärfe zu verfallen.
Wie bereits erwähnt wird in der großen Überblickepoche der 12. Klasse das Periodensystem der Elemente verstanden, ebenso verschiedene Reaktionsmechanismen. Doch auch hier bleibt es wichtig, zu beobachten und die eigenen Erkenntnisbemühungen an die Beobachtungen anzuschließen.
So kann Chemie in jedem Schuljahr „Spaß“ machen, sehr sogar! Denn immer gibt es zum Teil dramatische Experimente zu beobachten, an denen die Neugier sich entzünden kann und die Erkenntniskräfte der Schülerinnen und Schüler sich erproben können. Und das Erleben, der Natur durch Beobachtung und dadurch angeregte Gedanken näher zu kommen, verschafft Genugtuung und das Erleben der eigenen Kompetenz.
„Waldorf-Chemie“ ist keine richtige Chemie? Wohl kaum! Sie ist anspruchsvoll und verlangt den Schülern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit in der Hinwendung an die konkreten Experimente und geistiger Aktivität im Erkenntnisstreben ab. Ungewöhnlich in der heutigen Zeit – ja! Aber eine zeitgemäße Herausforderung für unsere Schüler.

Veranstaltungen

Präsentationen der Jahresarbeiten 12. Klassen
24.11.2017 - 25.11.2017
Galerie im Flur: Klang der Landschaft
15.10.2017 | 11:00 - 00:00 Uhr
Vortrag zum Tag der offenen Klassentür
01.12.2017 | 20:00 Uhr
Tag der offenen Klassentür
02.12.2017 | 09:00 - 13:00 Uhr
Schulkonzert
08.12.2017 | 19:00 Uhr
Schulkonzert
09.12.2017 | 19:00 Uhr
Paradeisspiel und Christgeburtsspiel
21.12.2017 | 19:30 Uhr
Weihnachtsferien
22.12.2017 - 05.01.2018
Dreikönigsspiel
07.01.2018 | 20:00 Uhr

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