„Es gehört mehr Mut dazu seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.“
Friedrich Hebbel

Der naturwissenschaftliche Unterricht

Es ist eine faszinierende Welt, die sich uns Zeitgenossen im Bereich der Naturwissenschaften eröffnet. Das Tatsachenwissen nimmt in ungeheurem Ausmaß zu, immer mehr interessante und spannende Einzelheiten im Bereich der Biologie, der Chemie und der Physik werden erkundet. Experimente führen tief hinein in molekulare und genetische Vorstellungsbildungen. Die dazugehörige Literatur nimmt ein übergroßes Ausmaß an, und auch die nicht wissenschaftlich vorgebildete Öffentlichkeit wird umfassend durch die verschiedenen Medien informiert. Kurz – die heutige Zeit ist die Ära der Naturwissenschaften.

Ausgerechnet die Waldorfschulen scheinen da am Rande zu stehen – aus Fortschrittsfeindlichkeit, wegen der geringeren Wertigkeit der Naturwissenschaften gegenüber den Geisteswissenschaften und der Kunst, aus mangelnder und nicht angestrebter Kompetenz? Diese dem Fortschritt wenig verpflichtete Haltung würde auf dem Rücken der Schülerschaft ausgetragen. So die Vorstellung und das Vorurteil, sogar der Vorwurf, welche hinsichtlich des Verhältnisses der Waldorfpädagogik zu den Naturwissenschaften häufig zu hören ist.

Doch wie verhält es sich tatsächlich?

Da gilt es zunächst zu konstatieren, dass der Begründer der Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, seiner Ausbildung nach naturwissenschaftlich geprägt war und sich in der ersten Zeit seines Berufslebens intensiv mit Fragen der Naturwissenschaft befasste. Außerdem verhält es sich so, dass im Stunden- und Epochenplan der St. Georgener Waldorfschule die Fächer Chemie, Biologie und Physik sowie die Mathematik einen bedeutenden Raum einnehmen.
Aber es stimmt auch, dass die Naturwissenschaften an der Waldorfschule deutlich anders unterrichtet und innerlich gegriffen werden als in anderen Schulformen oder wissenschaftlichen Einrichtungen.
Zunächst gilt die Schulung der persönlichen, individuellen Beobachtung als unverzichtbar, um überhaupt als Naturwissenschaftler tätig werden zu können. So zeichnen sich Waldorfschüler regelmäßig in dieser Hinsicht durch eine gute Schulung aus, denn das Beobachten wird stetig geübt und erprobt.
Doch daran anschließend folgt die Aufgabe, das Beobachtete gedanklich zu erfassen und dadurch eine Steigerung der rein sinnlichen Wahrnehmung zu erarbeiten. Dem liegt die schon von Goethe in seinen Naturwissenschaftlichen Schriften ausgearbeitete Überzeugung zu Grunde, dass die beobachtbare Welt nur einen Teil der Wirklichkeit zeigt. Sie verweist auf eine darin verborgene, weitere Wirklichkeit, die durch gedankliche Anstrengung – vielleicht mit dem Begriff Erkenntnisstreben zu beschreiben - aufzuhellen ist. Und dieser den Sinnen verborgene, aber durch sorgfältiges, gewissenhaftes Nachdenken oder auch Nachspüren ins Bild zu bringende Teil der Wirklichkeit könnte "die Welt der Urbilder" genannt werden. Es sind also geistige Entitäten, die sich in den Formen der Naturwelt zeigen − denen nachzuspüren ist die Aufgabe.


Zugegeben, dies ist ein methodischer Ansatz, der häufig kritisch hinterfragt oder gar abgelehnt wird, auch mit dem Verweis auf die großen Erfolge der Naturwissenschaften und der Technik, die ohne solch ein Bemühen strikt materialistisch betrieben werden. Dem stehen allerdings die schädigenden Wirkungen der eben so ausgeübten Wissenschaften gegenüber – in der Ökologie, in der Landwirtschaft, in der Massentierhaltung und in weiteren Anwendungsbereichen der Kenntnisse aus den Naturwissenschaften.
So stehen wir vor der großen Zukunftsaufgabe, die Naturwissenschaften wieder natur- und menschenverträglicher auszugestalten. Wir sind der Überzeugung, dass die Arbeit nach „Goetheanistischer Methode“ eine Möglichkeit sein kann, dies zu erreichen und den Schülern Anregungen zu vermitteln, ihre Zukunft zu ergreifen − vielleicht natur- und wesensgemäßer als es zur Zeit im allgemeinen geschieht.

Veranstaltungen

Präsentationen der Jahresarbeiten 12. Klassen
24.11.2017 - 25.11.2017
Galerie im Flur: Klang der Landschaft
15.10.2017 | 11:00 - 00:00 Uhr
Vortrag zum Tag der offenen Klassentür
01.12.2017 | 20:00 Uhr
Tag der offenen Klassentür
02.12.2017 | 09:00 - 13:00 Uhr
Schulkonzert
08.12.2017 | 19:00 Uhr
Schulkonzert
09.12.2017 | 19:00 Uhr
Paradeisspiel und Christgeburtsspiel
21.12.2017 | 19:30 Uhr
Weihnachtsferien
22.12.2017 - 05.01.2018
Dreikönigsspiel
07.01.2018 | 20:00 Uhr

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